Guillardia
























Bewegungsillusionen: Wenn man sich auf den schwarzen Punkt in der Mitte des Bildes konzentrieren und den Kopf langsam Richtung Bildschirm und wieder zurück bewegen, bekommt das Gefühl haben, dass sich die beiden abgebildeten Kreise drehen.


























Das Hermann-Gitter:
Auf den weißen Kreuzungen tauchen graue Flecken auf. Nur auf der Kreuzung, die man mit den Augen fixiert, verschwindet der Fleck. Der Name des abgebildeten Gitters geht zurück auf Ludimar Hermann, der 1870 entdeckte, dass solche Gittermuster mit starken Hell-Dunkel-Kontrasten optische Täuschungen verursachen.




























Das Hermann-Gitter-2:
Seit 2004 sorgt die gekrümmte Variante des Gitters (rechte untere Ecke) für neue Unschlüssigkeit in der Fachwelt. Der ungarische Wissenschaftler Dr. Janos Geier, der mit dieser Abwandlung des Urgitters Aufsehen erregte, welch geringe Verkrümmung ausreicht, um die grauen Flecken verschwinden zu lassen.


























Kontraste: Das menschlichen Auges ist nicht in der Lage ist Farben zu 100 Prozent originalgetreu wiederzugeben. Es werden eher farbliche Unterschiede deutlich gemacht. So kann ein und dieselbe Farbe vor einem dunklen Hintergrund heller und vor einem hellen Hintergrund dunkler wirken. In der Abbildung haben die beiden kleinen Quadrate innerhalb der beiden großen Quadrate den gleichen Grauton.


























Die Kaffeehaustäuschung
: Diese Schrägen sind nicht echt, würde man die Winkel der grauen Linien auszumessen, würde man feststellen, dass diese parallel zueinander liegen. Am stärksten tritt dieser Effekt bei kleinen schwarzen Quadraten und dünnen Trennlinien auf. Je größer die Quadrate oder je stärker die Trennlinien werden, desto weniger schief der entstehende Eindruck. Benannt wurde die Täuschung nach einem Café aus dem 19. Jahrhundert in Bristol, England, an dessen Fassade helle und dunkle Fliesen in dieser Anordnung angebracht waren


























Titchenersche Täuschung:
Beide Flächen sind gleich groß, obwohl die obere rote Kreisfläche der Abbildung auf den ersten Blick kleiner wirkt als die untere rote Kreisfläche. Die Übertragung von 'kleiner als die schwarzen Flächen' und 'größer als die schwarzen Flächen' wirkt sich im direkten Vergleich auf die Größenwahrnehmung der roten Flächen aus.
























Necker-Würfel:
Das Prinzip dieses Würfels basiert auf der Fähigkeit der "multistabilen Wahrnehmung", sprich der spontan wechselnden Interpretation einer Situation, ähnlich wie bei den Kippfiguren. Beschrieben wurde dieser Effekt der Wahrnehmung erstmals 1832 von dem Schweizer Geologen Louis Albert Necker anhand von Kristallzeichnungen.
Im Bild können die beiden Quadrate gleichzeitig Vorder- und Rückseite des Würfels sein. Somit hat man einmal das Gefühl, von rechts oben auf einen Würfel zu schauen. Ein anderes Mal erkennt man deutlich einen Würfel von links unten.
























Ponzo-Täuschung:
1913 illustrierte der italienische Psychologe Mario Ponzo diese Illusion, die auch als "Railway Lines Illusion" bekannt ist. Die Figur erinnert an Eisenbahnschienen und 'zwingt' unser Gehirn, die Zeichnung perspektivisch, als dreidimensionale Situation zu verstehen. Das heißt, unser Gehirn nimmt an, dass die beiden schwarzen Linien parallel nach hinten ins Bild laufen. Demnach müsste die obere rote Linie länger sein als die untere rote Linie, da sie augenscheinlich im Hintergrund des Bildes liegt und über die parallel verlaufenden Schienen hinausragt. Doch wenn man nachmisst, wird man feststellen, dass die horizontalen Linien im Bild gleich lang sind.


























Kanizsa-Dreieck:
In diesem Fall bilden die tatsächlich vorhandenen Linien und Kreissektoren ein weißes Dreieck, welches über den anderen schwarzen Objekten zu liegen scheint. Benannt ist dieses Dreieck, das eigentlich nicht da ist, nach dem italienischen Psychologen Gaetano Kanizsa.

























Kippfiguren:
Diese bekannte Kippfigur wurde erstmals 1915 vom dänischen Psychologen Edgar Rubin verwendet. Sie dient dazu, die menschliche Fähigkeit, Gegenstände vor ihrem Hintergrund verschieden wahrzunehmen, zu untersuchen. Hat man im weißen Teil des Bildes eine Vase erkannt, scheint diese in den Vordergrund zu rücken, und der schwarze Teil des Bildes wird zum Hintergrund. Erkennt man jedoch zuerst zwei sich zugewandte Gesichter im schwarzen Teil des Bildes, rücken die Profile in den Vordergrund und der weiße Anteil des Bildes wird zum Hintergrund. Da man nicht beide Motive gleichzeitig fokussieren kann, scheinen sie immer wieder hin und her zu kippen – deshalb spricht man von Kippfiguren.